19. August 2017

Menschen, Monster und Magie – Ein Faible für Contemporary Fantasy

urban
louvre

Zack, ich weiß jetzt wie es heißt – ich meine natürlich, ich wusste schon lange, dass ich da eine besondere Sehnsucht habe, aber ich wusste nicht, dass sie einen Namen hat.

Vor etwa vier oder fünf Jahren fand ich beim Stöbern die wunderbare Geschichte von Peter Grant, dem Polizist in London, der Zauberlehrling wird. Der Roman „Die Flüsse von London“ vom englischen Autor Ben Aaronovitch schlug bei mir stark ein.

Ben Aaronovitch soll, so wird gemutmaßt, als Buchhändler arbeiten. Er ist in den 1960ern geboren und als Drehbuchautor tätig. Die Serie um Peter Grant spielt im heutigen London, in dem Peter Grant Kontakte zu magischen Wesen bekommt, die in seiner Welt leben und eine Parallelgesellschaft bilden.

Aaronovitch vermischt auf wunderbare Weise Kriminalgeschichten mit fantastischer Welt.

Da Herr Aaronovitch mit seinem zweiten Buch noch nicht soweit war, ich nun Lust auf seinen Schreibstil und die Rezeptur seiner Geschichte bekommen hatte, begann ich in Buchgeschäften und im Internet nach ähnlicher Literatur zu suchen.

Dabei war es hilfreich, dass inzwischen nahezu jeder Onlineshop die Algorythmusgesteuerte Vorschlagfunktion des „Wenn Ihnen dies gefallen hat, lesen Sie mal das“ anwendet. Vieles habe ich nun gelesen, aber es sind momentan nur wenige, die mir helfen, die Zeit zum nächsten Aaronovitch zu überbrücken. Und es sind noch weniger Bücher dieses Genres, von denen ich noch ein weiteres Buch kaufen würde.

Heute blätterte ich mal wieder im Netz und weiß nun, dass Aaronovitch als Autor von Fantasytexten, in denen die reale Welt von phantastischen Elementen durchbrochen wird, ein Vertreter der Contemporary Fantasy ist.

Einen Artikel über dieses Genre gibt es natürlich bei Wikipedia. Dort steht:

„Auch das Auftreten von Göttern und ihren Boten ist nicht unüblich“.

Bei Aaronovitch tauchen die Flussgötter aus London auf. Ein schöner Einfall, über den Peter Grant Leser*innen auch noch viel über Londons Historie lernen können.

Nun sind Genres natürlich nicht alles. Wer, wie ich, früher Hadschi Halefs Namen fehlerfrei in ganzer Länge aufsagen konnte, der versucht einen Faden natürlich bis zum Ende aufzuwickeln. Peter Grant betreibt seine Nachforschungen überwiegend im Subgenre der urban Fantasy, bei der die „reale Handlung“ im städtischen Raum stattfindet.

Schön.

Diese Genre – Zuordnungen helfen nur leider nicht weiter, da sämtliche „Vampirischen Liebes-, Horror- oder sonstwie Bücher“ oder Andere, die mir nicht zusagen, ebenda angesiedelt sind, wie natürlich auch einiger Bücher der Hohlbein – Familie, aber Familie Hohlbein ist so universell und vielschreibend aufgelegt, dass nur wenige Geschichten in Form und Art zu Aaronovitch passen.

Ich werde also weiterhin nach dem Try- and Error – Prinzip versuchen, die Wartezeit zum jeweils nächsten Peter Grant – Abenteuer zu überbrücken.

Im Folgenden eröffne ich nun eine (noch) kurze Buchliste (mit Verlagslinks), die gerne ergänzt werden soll. Ich bitte um Vorschläge!

 

 

Ben Aaronovitch Peter Grant

Lars Simon Lennart Malmkvist

Jasper FForde Geheimagentin Thursday Next

A. Lee Martinez Monster Kontrolle (A. Lee Martinez ist überhaupt ganz interessant 🙂

Jim Butcher, Die dunklen Fälle des Harry Dresden (gibt es nur noch antiquarisch)

Glen Cook, Die Rätsel von Karenta (gibt es nur noch antiquarisch)

Leonie Swann, Dunkelsprung

 

 

 

Über Klaus Daniel 141 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.

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