1. Dezember 2020

Diego Galdino: Der erste Kaffee am Morgen

Nie ernsthaft verliebt

Massimo war noch nie richtig verliebt. Er ist in der dritten Generation der Besitzer der kleinen Bar in Tiberi in Rom.

KaffeeMit seinem Leben zufrieden, freut er sich auf seinen täglichen Kaffee am Morgen und seine skurilen Stammkunden. Als er eines Tages die junge Französin Geneviève auf dem Dorfplatz sieht, kann er seine Blicke gar nicht von ihr lösen. Bevor sie die Bar betritt, ist Massimos schon verliebt. Der Barista ist fasziniert von der schönen, fremden Frau, kann sich ihr leider aber nicht verständlich machen. Die Stammgäste steuern mit ihren munteren Sprüchen nicht zu einer Verständigung bei – im Gegenteil. Wutentbrannt verlässt Geneviève die Bar und Massimo bleibt mit ratlos zurück.

Doch die Frau kommt bald wieder in die Bar, denn die Geschichte einer alten Jugendfreundschaft, hat sie nach Tiberi geführt. Nach einigen Verwicklungen kommen sich die beiden näher und finden eine Möglichkeit, sich zu verständigen – bis zu dem Augenblick, als Geneviève wieder nach Frankreich verschwindet. Um sich und ihre Geschichte zu erklären, hinterlässt sie ein Tagebuch.

Massimo muss sich entscheiden: Soll er sein ruhiges und ereignisloses Leben gefährden und Geneviève hinterherreisen?

Diego Galdino ist Barista. Das merkt man. Sein Kaffee – Angebot ist bunt. Un der Kaffee mit nutella scheint etwas ganz besonderes zu sein – findet auch Geneviève. Die trinkt nämlich eigentlich lieber Tee mit Rosenblüten. Was aber auch seinen Grund hat.

Diese Geschichte mit kleinen Überraschungen handelt von viel Gefühl, von Selbstaufgabe, Trauer und neuen Aufbrüchen. Allerdings mit schöner Erzählkunst, durch die die Atmosphäre eines kleinen Platzes in Rom mit seiner Bar als Treffpunkt der Ortsgemeinschaft und dem Barista als Mittelpunkt der Männerwelt lebendig gezeichnet wird und Reisewünsche weckt!

 

Diego Galdino

Der erste Kaffee am Morgen

Thiele Verlag

ISBN 978-3-85179-291-1

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.