24. August 2019

Sheridan Hay: Die Antiquarin

Schatzsucher

„Rosemary Savage liebt Bücher über alles. Eines Tages entdeckt sie bei einem ihrer Streifzüge durch New York das riesige Antiquariat «Arcade». Rosemary ist völlig verzaubert und eröffnet dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten will. Zu ihrem Erstaunen wird sie sofort eingestellt – für die junge Frau geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit ihrem eigenwilligen Kollegen Oscar erkundet sie bei jeder Gelegenheit den Buchladen. Durch Zufall stoßen die beiden auf ein verlorengeglaubtes Manuskript von Herman Melville, dem berühmten Autor von «Moby Dick». Ein sensationeller Fund. Doch auch andere sind diesem Schatz auf der Spur …“ (Klappentext)

Ein Krimi unter den Buchgeschäftsbüchern…

endlich mal. In einer melancholischen Grundstimmung findet die erst 18-jährige Rosemary Savage, die nach N.Y. kommt; sie hat noch ein paar Dollar, ein Köfferchen und die Asche ihrer kürzlich verstorbenen Mutter dabei- und ihre große Liebe zu Büchern.

„Was Chaps anging, so war sie einfach zu belesen, um als wirklich anständig zu gelten. Die Bücher hatten sie auf beunruhigende Weise unabhängig gemacht“

Auf ihren täglichen Streifzügen durch die Stadt entdeckt sie das riesige Antiquariat „Arcade“.Von diesem Bücher-Ort verzaubert, eröffnet Rosemary dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten müsse – und.. wird eingestellt. Neben der liebenswerten Pearl ist sie die einzige Frau der merkwürdigen Arcade-Belegschaft:  Inhaber Pike, der nur in der 3. Person von sich redet und den ganzen Tag auf einem hohen Podest die neu angekommenen Bücher auszeichnet; Geschäftsführer Walter Geist, ein Albino und fast erblindet; Oscar, „schöne und eigenwillig“ aus der Sachbuchabteilung, der väterliche Freund Mr Mitchell, der sich um die Verkäufe der Sammler kümmert…

Zufällig gerät Rosemary durch einen Brief, in dem ein bislang verschwunden geglaubtes Manuskript Herman Melvilles angeboten wird, in ein Netz von Eifersüchteleien, Intrigen, Betrug und Liebesverwicklungen- und die Geschichte wird aufregend.

„..weil unerwartete Freundlichkeit oft den Brunnen der Traurigkeit aufspürt, der tief in einem verborgen ist, brannten plötzlich Tränen in meinen Augenwinkeln.“

Eine interessante Geschichte, schön formulierte Sätze und ein unerwartetes Ende machen die Antiquarin sehr lesenswert.

P.S.: Sheridan Hay studierte Literatur und arbeitete danach lange im legendären New Yorker Antiquariat „Strand„, einem wunderbaren Antiquariat in N.Y.C. . Auf die Idee zu ihrem Roman kam sie bei wissenschaftlichen Forschungen zu Herman Melville.

Sheridan Hay: Die Antiquarin

rororo

 

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Über Klaus Daniel 174 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.