5. April 2020

Markus Walther: Buchland

Was für eine Geschichte, welch ein Plot….

Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden. Das merkt man schon auf der ersten Seite.

„Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“

Die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice nimmt notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana an. Schon bald fallen ihr in zunehmendem Maß die Merkwürdigkeiten dieses Antiquariats auf:

Antiquiert wirkende Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Ihr Chef, Herr Plana, dessen Beziehung zu seinen Büchern sehr besonders scheint.

Wieder ein Fantastischer Roman über die Rettung. Beatrice soll/kann/will ihren Mann retten, aber auch das Buchland, ihren Chef, ja sogar die Welt der Literatur.

Sie begegnet in dieser gigantischen Buchwelt mythischen Wesen, dem Tod und ein bisschen auch sich selbst.

Hach, Markus Walther hat richtig losgelegt und eine riesig opulente Geschichte entwickelt – und sich vergallopiert, wie ich finde. So schön die Idee, viele sprachlichen Anteile und literarische Hinweise. Mir ist die Geschichte zu voll. Herr Plana  wird zunehmend unglaubwürdig und ich enttäuscht.

Nach dem rasanten Anfang hat mich mein Enthusiasmus der ersten Seiten zum Ende verlassen.

Schade, da wäre weniger mehr gewesen.

 

 

Markus Walther: Buchland

Acabus Verlag

ISBN: 9783862821860

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.