24. August 2019

Warum Paris?

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Es stehen nicht nur französische Romane in unserem Regal „Paris mon Coeur,“ Geschichten aus und in Paris, Paris regt Autoren aus der ganzen Welt an und, wenn ich mal zähle, es sind viele AutorInnen aus Deutschland mit dabei.

. . Aber warum Paris?

Jeder scheint Paris zu kennen: Der Eiffelturm, die Seine, der Louvre, die Mode, die Kunst, das
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Jeder weiß, wie Paris aussieht. Einen Film, der in Paris spielt, hat sicher jeder schon gesehen. Ich kenne den Louvre aus den ersten Schwarz Weiß Krimis, die ich im Fernsehen sehen durfte.

Ernest Hemingway soll zu einem Freund gesagt haben, dass Paris ein Fest fürs Leben sei. Auch wenn sich Hemingway mehr oder weniger ausschließlich mit anderen „Exilschriftstellern“ aus Amerika und England getroffen hat, hat er in Paris eine prägende Zeit verlebt.

Kulisse

Ist es also möglicherweise eine Vorstellung von Paris, die Paris zu einer Kulisse für die vielen Geschichten macht? Ich glaube nicht. Die Stadt bietet nicht nur Vergangenheit, sie lebt Geschichte. Beim Bummeln durch Paris erscheint es oft so, als könnten wir sie gleich treffen, die Künstler am Montmartre, die Schriftsteller im Quartier Latin, Coco Chanel an ihrem Geschäft, aber wir sehen auch die moderne Architektur und Kunst, wir treffen aufgeschlossene Großstädter als Nachbarn an unserer Ferienwohnung und wer jemals mit dem Bäcker von nebenan ins holperige „mit Händen und Füßen“ Gespräch gekommen ist, wird schon Gesprächsstoff, wenn nicht ausreichend für ein Buch, so doch für einen kurzen Blogeintrag gesammelt haben.

Bei Besuchen in Paris ist uns aufgefallen: Paris hat etwas unaufgeregtes. Ulrich Wickert zeigte es schon bei seiner Überquerung der Place de la concorde: Paris scheint keine hektische Stadt zu sein, wenn

man es selbst nicht ist.

 

Die Stadt bietet mit seiner Architektur, seinen alten Bäumen und vielen Parks den Eindruck, als wäre dieIMG_2094 Zeit stehen geblieben. In der Metro wird allerdings spätestens deutlich, dass Paris extrem bunt und vielfältig ist. Hinweise auf kulturelle Events, Menschen unterschiedlicher Ethnien, ein wilder Mix der Kleiderstile – Paris ist alles das. Die Stadt mit Turm ist eine Kulisse und sie lebt. Vielleicht ist es das, was Autoren auf der ganzen Welt anregt, ihre Geschichten in Paris spielen zu lassen. Das Leben in einer Stadt, die sich schon immer entwickelt und gewandelt hat.

Nicht alltägliches aus Paris brachte heute die Post –  ein Buch, das zwei Bouquinistinnen aus Paris geschrieben haben: Der Leopard von Paris. Es geht um eine Mordserie 😉

 

Claude Izner: Der Leopard von Paris

Piper / Pendo

ISBN: 978 – 3 – 86612 – 393  9

 

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Über Klaus Daniel 174 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.