26. November 2020

Nina George: Das Lavendelzimmer

„Oft prägen wir nicht die Worte, die wir häufig benutzen, sondern die Worte prägen uns“

sagt Monsieur Perdu, der „seltsame“ Buchhändler…

Jean Perdu ist Buchhändler in Paris. Sein Geschäft befindet sich auf einem umgebauten Frachtkahn. Der Buchhändler betreibt sein Geschäft als literarische Apotheke. Er verkauft seinen Kunden Bücher, die sie brauchen und geht damit auf deren Gefühle und Stimmungslagen ein.

Perdu`s Leben verläuft seit zwanzig Jahren in ruhigen Bahnen. Bis der Kosmos des Hauses 27, dem Mietshaus, in dem neben vielen besonderen Menschen Jean Perdu lebt, in Bewegung gerät und Perdu an seine Vergangenheit erinnert wird.

Die Geschichte wird zum besonderen Roadmovie von Paris zur Provence. Perdu trifft auf Menschen, erlebt tiefe Gefühle und nimmt teil an den besonderen Lebensgeschichten derjenigen, die seinen Weg kreuzen und die ihn auf weiteren Wegen begleiten.

„….die Menschen auf den Flüssen kommen erst im Unterwegssein an…“

Durch die Reise zu seinem Schmerz und zu sich selbst wird er frei für Begegnungen mit Anderen.

Dieses Buch über den französischen Buchhändler, geschrieben von einer Deutschen fand ich in der englischen Version (The Little Paris Bookstore)  im Amerikanischen Buchladen Shakespeare & Co. in Paris – und für mich ist es das Buch des Monats.

In diesem Roadmovie – Roman wird erzählt. Von Orten, Menschen, Büchern, von Frankreich und von Worten und  Katzen. Liebevoll und oft weise.

 

Das Lavendelzimmer von Nina George
Knaur Droemer Verlag
ISBN: 978-3426652688

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.

2 Kommentare zu Nina George: Das Lavendelzimmer

  1. Eigentlich mag ich es nicht, diesen Satz „Das musst du UNBEDINGT lesen!“. Eigentlich finde ich, dass Bücher zur richtigen Zeit zu einem finden und dass man das nicht planen kann. In diesem Fall bin ich froh, dass Du so vehement auf dieses Buch hingewiesen hast. Mich hat es in eine wunderbare Welt der Emotionen mitgenommen, anschaulich, authentisch und teilweise regelrecht poetisch geschildert. Die herrlich normal-skurrilen Charaktere, verletzlich und interessant, erzählen eine wunderbare Geschichte von Liebe und Freundschaft und Lebensfreude. Das ganz besondere „Roadmovie“ hat im übrigen mal wieder Reiselust in mir geweckt. Auf nach Sanary-sur-Mer! 😉

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