27. November 2020

Ian Sansom: Bücher auf Rädern

Nerv…aber dann..

Ich weiß gar nicht, über wen ich in diesem Buch am meisten genervt bin? Weil er sich dösig angestellt hat, kommt Irael Armstrong als Bibliothekar nach Irland und dort in einem Stall unter. Blöd, dass ich eher weiß als er, dass seine Hoffnungen darauf, dass seine Freundin in London seine Freundin bleiben wird, völlig an der Realität vorbei gehen – und dass dieses Hoffnungsthema Israel durch das Buch begleitet.

Blöd auch, dass er sich so dösig anstellt… ach, das hatte ich schon. In seinem Umfeld findet man nun auch nicht die Sympathieträger schlechthin.. Dass seine Bibliothek sich als ein Bücherbus in schlechtem zustand herausstellt, macht die Ausgangslage gar nicht besser.

Jedoch als die Bücher sich als gestohlen herausstellen, Israel sich von der Literatur trösten lässt, sich nach und nach die doch sehr skurril überzeichneten Gestalten dieser Geschichte weiter ins Sonnenlicht dieser doch erst diesigen Geschichte treten, merke ich, dass mich die Geschichte eher gefangen hatte, als ich es wusste.

Bücher auf rädern ist vermutlich nichts für Irland Kenner, aber vielleicht für Irland Romantiker. Augenzwinkern zu dieser Geschichte geht nicht, der Begriff ist dafür nicht stark genug.

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.