18. September 2020

Werner Köhler: Cookys Reise

„Der Weg zu sich und anderen ist oft verschlungen“

 

Werner Köhler hat mit „Cookys Reise “ eine Fortsetzung seines ersten Buches „Cooky“ über den Koch Gert Krüger geschrieben.
Cooky ist Koch mit Leib und Seele. Er hat klein und flippig begonnen und sich mit guten Ideen und einer tollen Crew zum Sternekoch hochgearbeitet. Die „Crew“ ist nun in alle Welt verstreut. Die ehemaligen Mitglieder haben sich selbstständig gemacht, oder arbeiten in einem von Cookys Restaurants.

Leider sind über die beruflichen Erfolge persönliche Beziehungen gründlich auf der Strecke geblieben. Besonders trifft es, dass die Beziehung zu seinem Sohn Max eigentlich nie stattgefunden hat. Aber es bietet sich die Chance eines Neubeginns.

Der fünfzehnjährige, der bei der Mutter aufgewachsen ist, kommt wegen pubertärer Stressereien mit der9783462045864 Mutter zu ihm, um eine Kochlehre zu beginnen. Das Zusammenleben mit dem ihm fremden Teenager ist für Cooky nicht die einzige Herausforderung. Er ist einer ernsthaften Liebesbeziehung weitgehend ausgewichen und fast dabei, seine Chancen mit seiner Lebensgefährtin aufs Spiel zu setzen.

Dass eine Pilzerkrankung im Mundraum seinen Geschmackssinn trübt, hilft ihm zunächst gar nicht.

Max weckt aber doch Anteile des „alten“ Cooky in ihm. Um sich selbst-, Max neu- und seine „Crew“ wieder zu finden, macht sich Cooky auf den Weg nach Frankreich.

Es beginnt eine Reise mit seinem Sohn in die Vergangenheit und in die Zukunft. Cooky entdeckt nicht

nur die Molekularküche, sondern entwickelt vor allem eine Beziehung zu seinem SoDSC00948hn.

Achtung: besser nicht hungrig lesen. Das Buch macht Lust auf Reisen, Kochen und Essen – mit Freunden!!

Die unterschiedlichen Sequenzen des Miteinanders, des dem anderen zuhören und sich Fehler eingestehen sind es, die Cooky wieder menschlicher werden lassen. Das gefällt mir sehr. Das Buch ist unprätentiös, in der Geschichte werden Dinge auf den Punkt gebracht.

Ein schönes Roadmoviebuch.

 

Werner Köhler: Cookys Reise

KiWi

ISBN: 978-3-462-04586-4

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.