18. September 2020

Anselm Neft: Helden in Schnabelschuhen

Helden in Schnabelschuhen von Anselm Neft

Wette

Das Buch beginnt mit einer Wette -also nein. Es beginnt mit Helmut Schmidt – aber der ist Nebenfigur, und die gelten nicht.

Besäufnis

Das Buch beginnt mit einem Besäufnis – aber danach kommt fast sofort die Wette und eigentlich wird klar, was das Thema ist – also nein, wer.

Gut. Es geht um Max und Katja. Die beiden kennen sich seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Schule und sind seitdem beste Freunde. (Harry und Sally lassen Grüßen)

So, wenn mein Text bis hierher irgendwie chaotisch, aber amüsant klingt, dann kann es jetzt mit Katja und Max gleich weitergehen.

Mittelaltermärkte

Die beiden werden sich einer mittelalterlichen Folkloreband anschließen und die Welt der Mittelaltermärkte- und Events kennen lernen. Obwohl beide wirklich intelligent sind und glauben viel zu wissen, werden sie auf ihren Reisen mit der Band (Cholerischer Bandleader, wandelnder Trommlerwitz, musikalisches Jungtalent und andere) Abenteuer erleben, die sie näher zu sich und bereiter für das Leben machen. Die Erlebnisse bei den Mittelaltermärkten und ihren BewohnerInnen bewegen sich zwischen würzig und charmant und über allem schweben romantische Gefühle – vor allem die von Max für Katja.

Trotz meiner Schwäche, manchem philosophischen Erguss nicht folgen zu können, einigen Textlängen und überhaupt, wieso Helmut Schmidt? – finde ich das Buch in seinem chaotischen Wesen sehr gelungen. Ich mag die Figuren und kann dieser von Skurrilität geprägten Geschichte viel abgewinnen.

 

Anselm Neft: Helden in Schnabelschuhen

Knaus Verlag

ISBN: 978 – 3 – 8135 – 0561 – 0

 

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Über Klaus Daniel 178 Artikel
Aufgewachsen bin ich mit Karl May. Tom Sawyer war ein Held meiner Kindheit. In Onkel Toms Hütte wollte ich einmal leben. Mein Hund sollte Jerry heißen. Ohne zu Lesen geht es nicht. Dabei ist kein Genre ausgeschlossen. Ich liebe Geschichten mit Happy End.